Über Mich und die Wüste

1983 wurde ich als Kim T. Kaiser in Darmstadt geboren und bin im beschaulichen Groß-Zimmern aufgewachsen. Heute lebe und schreibe ich gemeinsam mit meiner Ehefrau und unseren zwei Kindern in Ober-Ramstadt – dem Tor zum Odenwald.

Das Schreiben begleitet mich bereits seit vielen Jahren. Was irgendwann einmal mit einzelnen Geschichten und Ideen begann, entwickelte sich schließlich zu einem Projekt, das mich über fast zwei Jahrzehnte begleiten sollte: DIE EISENWÜSTE.

Die Idee zur Eisenwüste

Die ersten Gedanken zur *Eisenwüste* entstanden bereits um 2009. Damals befand ich mich in einer Zeit, die von persönlichen Trennungen, Depressionen und einigen ziemlich dunklen Kapiteln geprägt war. Ausgerechnet in dieser Zeit begann sich in meinem Kopf eine Welt zu formen, die ebenfalls alles andere als freundlich sein sollte.

Am Anfang standen einige einfache, aber ziemlich unbequeme Fragen:

Was wäre, wenn jeder Wunsch einer Wunderlampe mit erheblichen Konsequenzen verbunden wäre?

Was wäre, wenn es Wunderlampen nicht nur gäbe, sondern sie am Fließband produziert würden?

Und was würde mit einer Welt geschehen, in der Recht und Ordnung irgendwann vollständig verschwunden sind? Eine Welt ohne Gesetze, ohne funktionierende Gesellschaft und ohne jemanden, der dafür sorgt, dass Regeln eingehalten werden?

Was bleibt, wenn am Ende nur noch das Recht des Stärkeren zählt?

Aus diesen Fragen entstand zunächst eine Kurzgeschichte. Doch die Welt, die sich daraus entwickelte, wollte irgendwann deutlich größer werden.

Ein langer Weg liegt hinter mir - ein noch längerer Weg liegt vor meinen Hauptfiguren

Aus der ursprünglichen Kurzgeschichte wurde über die Jahre ein immer umfangreicheres Universum. Und der Weg dorthin war alles andere als geradlinig.

Datenverluste, defekte Festplatten und andere technische Katastrophen sorgten mehrfach dafür, dass bereits geschriebenes Material verschwand. Manche Ideen mussten neu entstehen, andere wurden verworfen oder komplett verändert. Was geblieben ist, ist die eigentliche Geschichte – und die Überzeugung, irgendwann den Punkt zu erreichen, an dem die Eisenwüste endlich in ihrer vollständigen Form vor mir liegen würde.

Eine ganz besondere Rolle spielte dabei meine Frau. Ihre Unterstützung, ihre Geduld und ihre motivierenden Worte waren über all die Jahre immer wieder das Benzin, das meinen Motor am Laufen gehalten hat. Die Motivation, mal eine Sache auch zu Ende zu bringen. Dazu kamen die Begeisterung und das Feedback meiner ersten Test- und Probeleser, die mir immer wieder gezeigt haben, dass ich mit dieser verrückten Welt vielleicht doch nicht völlig allein bin.

Mir ist durchaus bewusst, dass die Thematik und auch die Art und Weise, wie ich diese Geschichte erzähle, sicherlich nicht jeden Geschmack treffen werden.

Die Eisenwüste ist keine freundliche Welt.

Hier geht es rau, brutal und manchmal ziemlich kompromisslos zu. Genau das war jedoch von Anfang an beabsichtigt. Ich wollte keine dystopische Welt erschaffen, in der am Ende doch wieder alles irgendwie gut wird. Ich wollte eine Welt, in der Gefahr tatsächlich Gefahr bedeutet und in der Entscheidungen Konsequenzen haben.

Bei Mad Max werden schließlich auch keine Rennen gefahren, bei denen der Verlierer anschließend dem Sieger gratuliert. Getreu dem Motto: „Zwei gehen rein. Einer kommt wieder heraus.“ So wurde die Welt der *Eisenwüste* aufgebaut.

Inspirationen gibt es Überall

Eine meiner größten Leidenschaften und sicherlich einer der wichtigsten Einflussfaktoren auf mein Schreiben ist das Kino.

Filme und Geschichten begleiten mich seit meiner Kindheit. Dazu kommt meine Begeisterung für Videospiele. Aufgewachsen mit den Welten von Atari und Nintendo, mit den Geschichten der glorreichen Halunken und unzähligen Filmen, Spielen und Büchern, habe ich über die Jahre eine ziemlich wilde Sammlung an Einflüssen angesammelt.

All diese Eindrücke haben ihre Spuren hinterlassen. Mal ist es eine Atmosphäre, mal eine bestimmte Figur, ein Szenario oder einfach die Frage: „Was wäre, wenn …?“ Aus einer solchen Frage kann sich schnell die nächste Idee entwickeln. Und aus der nächsten Idee die nächste Katastrophe. So ähnlich ergeht es auch den Figuren in der Eisenwüste: Kaum haben sie ein Problem gelöst, wartet bereits das nächste auf sie. Und meistens ist es nicht unbedingt kleiner als das vorherige.

Meine Inspiration kommt dabei nicht ausschließlich aus Filmen und Spielen. Auch die Geschichten anderer Autoren haben mich geprägt und immer wieder neue Gedanken angestoßen. Einer meiner Testleser hat das, was ich mit der Eisenwüste erreichen wollte, einmal ziemlich treffend auf den Punkt gebracht:

Ein wahnsinniger Action-Trip wie in einem Film, mit 120% Vollgas von der ersten bis zur letzten Seite.

Das Werk selbst

Nun ist es tatsächlich vollbracht.

Nach fast 18 Jahren hat sich die Eisenwüste in ihrer vollen Gänze vor mir ausgebreitet. Aus einer Idee, die mich seit ungefähr 2009 begleitet, ist eine Geschichte geworden, die weit über das hinausgewachsen ist, was ich mir damals hätte vorstellen können.

2026 fällt endlich mit PART I der Startschuss für die Trilogie.

Die Eisenwüste ist ein Ort voller Wunder, Magie und Gefahren. Doch Wunder haben ihren Preis. An jeder Ecke und hinter jeder Düne lauert eine weitere verlorene Seele – ein Mensch, dessen ganzes Leben durch den verzweifelten Wunsch nach Mehr aus den Fugen geraten ist. In dieser Welt sind Wünsche keine harmlosen Träume. Sie können Macht verleihen, Leben verändern und ganze Existenzen zerstören.

Im Zentrum dieser Geschichte steht ein einsamer Mann, der versuchen möchte, das richtige zu tun. Sein Weg führt ihn durch eine Welt, in der niemand sicher ist und hinter jedem Horizont die nächste Gefahr wartet. Doch wohin führt dieser Weg? Und welche Opfer wird er bringen müssen, um das Schwarze Schloss im Zentrum der Eisenwüste zu erreichen?

Die Reise hat begonnen.

DANKE

Ein solches Projekt entsteht niemals vollständig allein. Deshalb geht an dieser Stelle ein ganz besonderer Dank an all meine Korrektur- und Testleser.

Ihr habt Fehler gefunden, Passagen hinterfragt, Ideen diskutiert und mir immer wieder wertvolles Feedback gegeben. Vor allem aber habt ihr die Geschichte gelesen, lange bevor sie das war, was sie heute ist. Ohne euch wäre die Eisenwüste nicht das geworden, was sie heute ist.

Danke dafür.

FACETTENREICHE ERFAHRUNGEN DES SCHREIBENS

Das Schreiben selbst begleitet mich auch ausserhalb der Eisenwüste.

In der Vergangenheit war ich unter anderem als Redakteur für verschiedene Webseiten tätig. Von Konzert- und CD-Reviews über Film- und Blu-ray-Berichte bis hin zu Gamingtests war dabei so ziemlich alles vertreten.

Viele dieser Webseiten existieren heute längst nicht mehr. Die Texte und Erinnerungen daran sind jedoch geblieben – genauso wie die Leidenschaft, Geschichten zu erzählen, Eindrücke festzuhalten und mich mit den Dingen auseinanderzusetzen, die mich begeistern.

Und so sitze ich auch heute noch in meinem Sessel.

Schreibend.

Porträt von Kim T. Kaiser mit Schiebermütze, runder Sonnenbrille und langem Bart, in warmem Sepia-Ton.
Kim T. Kaiser

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